Schnarchen Theapie

Schnarchen ist statistisch gesehen vor allem bei Männern im mittleren Lebensalter ein häufig auftretendes Problem. Beim Schnarchen wird im Schlaf im Bereich der oberen Atemwege ein regelmäßig auftretendes knatterndes Geräusch erzeugt. Eine geeignete genau auf die betroffene Person abgestimmte Schnarch Therapie kann das Problem beseitigen.

Schnarchen Therapie durch Verhaltensänderung

Bevor eine medizinische Behandlung erwogen wird, kann eine alternative Schnarch Therapie. Schnarch Therapie auf ihren Erfolg getestet werden. Dazu gehören beispielsweise feste Schlafzeiten und die Vermeidung von Schlafmitteln oder Alkohol vor dem Schlafengehen. Ein Veränderung der Schlafposition, die vermeidet, dass der Kopf zu tief gelagert wird, verhindert bei einigen Menschen, dass die Nasenschleimhäute anschwellen und die Atemwege über die Nase frei bleiben. Die optimale Schlafposition ist individuell und kann von jedem, der vom Schnarchen betroffen ist, durch längeres Lagerungstraining ermittelt werden. Als wirkungsvolle Schnarchtherapie erweist sich bei vielen Patienten das nächtliche Anlegen einer Schnarchbinde. Dabei handelt es sich um einen elastischen Gurt, der ein Öffnen des Kiefers in der Nacht verhindert, so dass ausschließlich geräuscharm über die Nase geatmet wird.

Operative Eingriffe gegen Schnarchen

Die Chirurgie bietet als Schnarch Therapie verschiedene operative Eingriffe an.

UPPP – Entfernung von Gaumenmandeln und Zäpfchen

Bei der Uvula-Palato-Pharyngo-Plastik werden das Zäpfchen und die Gaumenmandeln entfernt und die Rachenschleimhaut gestrafft. Dieser stationäre Eingriff ist hinsichtlich der Folgeerscheinungen nicht ganz unbedenklich und irreversibel. Er führt jedoch bei etwa 40% der operierten Patienten zu einer Linderung des Schnarchleidens. Alternativ kann das Zäpfchen mit dem Gaumen vernäht werden, ohne es ganz zu entfernen. In vielen Fällen ist bereits eine Entfernung der Mandeln eine wirksame operative Schnarch Therapie.

Uvuloalatoplastik

Eine sanfteres Operationsverfahren ist die radiofrequenz-assistierte Uvulopalatoplastik, bei der vor allem die nachoperative Phase nebenwirkungsärmer verläuft. Bei dieser Schnarch Therapie werden durch gezielte Anwendung von Radiofrequenzstrahlen überschüssige Gewebebestandteile im Gaumen und am Zäpfchen reduziert und damit die Atemwege vergrößert.

Korrektur von Nasescheidenwandverkrümmung

Ein weiteres operatives Verfahren zur Schnarch Therapie ist die Korrektur von Nasenscheidewandverkrümmungen. Eine begradigte Nasenscheidewand und eine Verringerung der Nasenmuschel erleichtert die Atmung durch die Nase und verhindert, dass im Schlaf über den Mund geatmet wird.

Führen eine operative Schnarch Therapie oder das Trainieren einer verbesserten Schlafposition nicht zum gewünschten Erfolg, kann der Patient versuchen, durch mechanische Vorrichtungen sein Atemverhalten im Schlaf zu optimieren. Mit einer Kiefer-Protrusionsschiene wird eine Blockierung der Atemwege durch das Zurückfallen der Zunge verhindert. Diese mechanische Schnarch Therapie ist bei der Mehrheit der Patienten erfolgreich. Eine sichere, wenn auch auf Dauer für den Patienten sehr unkomfortable Schnarch Therapie ist die regelmäßige Anwendung einer Atemmaske, die eine Überdruckbeatmung erzeugt. Die Atemwege bleiben dadurch frei und es kann kein Schnarchen auftreten.